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Bergbau

Historische Daten

Links zu "Sosa"


Die Gemeinde Sosa wurde vor etwa 800 Jahren von fränkischen Bauern aus der Nähe von Sulzbach besiedelt.

Der Ort wurde Sasse genannt und bedeutet Niederlassung. Erstmals wurde unser Ort 1453 urkundlich erwähnt. Kirchgemeindlich gehörte Sosa zu Eibenstock bis zum Jahr 1682. Danach wurde Sosa selbständig. Die heute unter Denkmalschutz stehende Kirche stammt aus dem Jahre 1617. Die Dürftigkeit des Bodens und die raue Witterung ließen nur geringe Ernteerträge zu und zwangen die Bauern, sich mehr der Viehhaltung zuzuwenden.

In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts vollzog sich eine Umwandlung der soziologischen Struktur des Ortes. Aus dem Bauerndorf wurde eine Bergmannsgemeinde. Die Blütezeit des Sosaer Bergbaues lag zwischen 1650 und 1750. Danach musste eine Zeche nach der anderen stillgelegt werden.

Unsere Bergleute wurden Landesreisende, die mit ihren Buckelapotheken bis nach Litauen reisten. Sosa hat als bergbauende Gemeinde große Tradition. Überall im Ort und in der näheren Umgebung trifft man auf Zeugen eines einst blühenden Bergbaues. Verfallene Stollen, Bingen und Halden erinnern an gewesene Zechen und Seifen, Geschürft wurde nach Eisen, Zinn, Wismut und Kobalt. Auch Silber und Gold wurde gefunden.

Erhalten hat sich bis heute der Bergmannsgruß "Glück Auf", das Läuten der Kirchenglocken zu bestimmten Tageszeiten und bei Beerdigungen (Grabschichten) werden die Verstorbenen von den Trägern in historischer Bergmannstracht zu Grabe getragen.

Erhalten hat sich auch bis heute das traditionelle Handwerk des Holzkohlebrennens. An der Schwarzenberger Strasse kann das seltene Handwerk noch besichtigt werden. Es ist die einzige Holzköhlerei im Erzgebirge.

Entstanden sind die Köhlereien zur Zeit des historischen Bergbaues. Die Holzkohle wurde zur metallurgischen Aufbereitung des Erzes benötigt. Aufgrund des großen Holzreichtums war dieses Gewerbe in den Wäldern des Erzgebirges angesiedelt. Metallaufbereitende Betriebe in Aue bezogen noch im 20. Jahrhundert die Holzkohle aus Sosa.

Die Volkskunst, wie das Klöppeln, Perlnähen und Schnitzen, die einst dem Broterwerb der armen Bergmannsfamilien diente, wird noch heute liebevoll gepflegt und an die jüngeren Generationen weitergegeben.

Der Bau der Trinkwassertalsperre im Höllengrundtal (Bauzeit von 1949 - 1951) brachte unserer Bevölkerung in Sosa Arbeit und sozialen Aufschwung. Beigetragen haben auch die Kleinbetriebe der Metall- und Textilbranche sowie die Handwerksbetriebe.

Die Lage des Ortes mit den Reizen der Natur und des Klimas waren Grundlage für die Auszeichnung als "Staatlich anerkannter Erholungsort" 1979. Unser Ort mit der Talsperre liegt am Fuße des 1019 m hohen Auersberges und bietet vielfältige Möglichkeiten eines Wanderurlaubes im Erzgebirge.